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VPN-Anbieter im Vergleich: Die 6 besten Dienste im Test

VPN-Anbieter im Vergleich: Die besten Dienste im Test
Welches VPN schützt Ihre Internet-Privatsphäre am besten? Wir haben 6 beliebte VPN-Anbieter getestet und stellen die Ergebnisse im Vergleich vor. Foto: traffic_analyzer/Getty Images
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7. April 2026, 16:01 | Lesezeit: 20 Minuten

Mehr Schutz beim Surfen und Zugriff auf Inhalte aus aller Welt: Genau das verspricht ein VPN. Doch welcher Anbieter überzeugt im Alltag mit hoher Geschwindigkeit und stabiler Verbindung? Wir haben sechs Dienste unter die Lupe genommen und stellen deren Stärken und Schwächen übersichtlich gegenüber.

Wer im Netz unterwegs ist, hinterlässt zahlreiche Datenspuren. Online-Shops, Websites und Werbenetzwerke sammeln Informationen zu Suchanfragen, Klickverhalten und besuchten Seiten. Diese Daten dienen dazu, personalisierte Werbung auszuspielen, Inhalte anzupassen oder detaillierte Nutzerprofile zu erstellen. Zusätzlich besteht vor allem in öffentlichen WLAN-Netzen die Gefahr, dass Unbefugte Daten mitlesen. Ein VPN kann dabei helfen, die eigene Internetverbindung besser zu schützen.

Allerdings ersetzt ein VPN keine umfassende Sicherheitslösung. Es ist weder ein Ersatz für ein Antivirenprogramm noch garantiert es vollständige Anonymität im Internet. Bestimmte Tracking-Methoden funktionieren weiterhin, etwa über Cookies oder charakteristische Geräteinformationen. Dennoch stellt ein VPN ein effektives Werkzeug dar, um die Privatsphäre zu erhöhen und die eigene Verbindung abzusichern.

Ein Virtual Private Network verschleiert Ihre tatsächliche IP-Adresse, also die eindeutige Kennung Ihres Internetanschlusses, und verschlüsselt den Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem gewählten VPN-Server. Dadurch wird es für Internetanbieter oder andere Nutzer im gleichen Netzwerk deutlich schwieriger, Ihre Aktivitäten nachzuvollziehen. Besonders in offenen WLANs, beispielsweise im Café, Hotel, im Zug oder am Flughafen, sorgt das für ein spürbares Plus an Sicherheit. Darüber hinaus ermöglichen Serverstandorte im Ausland den Zugriff auf Inhalte, die hierzulande gesperrt sind, etwa internationale Streaming-Mediatheken oder ausländische TV-Angebote.

Wir haben sechs VPN-Anbieter intensiv geprüft. Der Vergleich zeigt, welche Dienste im Test überzeugen, wo es Einschränkungen gibt und welches VPN sich für unterschiedliche Anforderungen am besten eignet.

VPN-Test: die besten Dienste im Vergleich

Der Markt für VPN-Dienste boomt, doch nicht jeder Anbieter kann im Alltag überzeugen. Während einige vor allem auf Sicherheit setzen, werben andere mit hohen Geschwindigkeiten oder starkem Streaming-Zugriff. Nur wenige schaffen den Spagat zwischen all diesen Disziplinen. In unserem VPN-Test haben wir genau hingeschaut: Wie zuverlässig ist die Verschlüsselung? Wie stark leidet das Tempo beim Surfen? Und wie intuitiv lassen sich die Apps bedienen?

Testsieger: NordVPN

NordVPN verteidigt seine Spitzenposition und sichert sich erneut die Note „sehr gut“ (1,4). Der Anbieter verbindet hohe Geschwindigkeit mit einem sehr starken Sicherheitsniveau – eine Kombination, die nicht selbstverständlich ist. Mit NordLynx, der eigenen Weiterentwicklung des WireGuard-Protokolls, erreicht der Dienst beeindruckende Transferraten. Funktionen wie Kill-Switch und Bedrohungsschutz sorgen im Test für eine lückenlose Absicherung. Unterm Strich blieb die Verbindung zuverlässig geschützt.

In der geprüften Basis-Version ist der Kill-Switch allerdings nicht standardmäßig aktiv. Nutzer müssen die Funktion zunächst manuell einschalten. Hier besteht Verbesserungsbedarf. Ansonsten ist die Ausstattung üppig: Double Hop für zusätzliche Verschleierung, spezielle Tor-Server, Dark-Web-Monitoring sowie Meshnet, mit dem sich mehrere Geräte direkt zu einem virtuellen privaten Netzwerk verbinden lassen, ganz ohne zentralen VPN-Server.

NordVPN Programmfenster Windows
Die renovierte Oberfläche von NordVPN zeigt nun mehr Informationen an und verzichtet auf die formatfüllende Weltkarte. Foto: Wie ist meine IP

Beim Streaming zeigt sich NordVPN ebenfalls von seiner starken Seite. Die im Test überprüften Geoblocking-Sperren wurden problemlos umgangen. Selbst bei Verbindungen zu weiter entfernten Servern in den USA blieb die Wiedergabe stabil und ohne störende Unterbrechungen.

Mit Serverstandorten in 129 Ländern und der Möglichkeit, bis zu zehn Geräte gleichzeitig zu nutzen, ist der Dienst breit aufgestellt. Trotz deutscher Benutzeroberfläche erscheinen die Ländernamen im Auswahlmenü allerdings auf Englisch. Wer etwa einen Server in Österreich sucht, muss nach „Austria“ Ausschau halten. Abgesehen von diesem Detail erlaubt sich NordVPN kaum Schwächen.

Aufsteiger: Proton VPN

Knapp hinter dem Testsieger landet Proton VPN mit der Note gut (1,6) auf Rang zwei. Der Anbieter hat die Benutzeroberfläche grundlegend überarbeitet und schafft es, auch komplexere Profi-Funktionen übersichtlich darzustellen. Davon profitieren vor allem Einsteiger.

Im getesteten Plus-Tarif überzeugte besonders die Möglichkeit, individuelle Profile für häufig genutzte Szenarien anzulegen. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie Secure-Core-Server, Tor-Anbindung und ein Stealth-Protokoll, die den Schutz der Privatsphäre erhöhen. Open-Source-Apps und regelmäßige Sicherheitsprüfungen sorgen zudem für Transparenz, die bei VPN-Diensten nicht selbstverständlich ist.

Vorbildliche Nutzerführung: Schick und aufgeräumt präsentiert Proton VPN die wichtigsten Funktionen auf seiner neu gestalteten Oberfläche.
Vorbildliche Nutzerführung: Schick und aufgeräumt präsentiert Proton VPN die wichtigsten Funktionen auf seiner neu gestalteten Oberfläche. Foto: Wie ist meine IP

Beim Tempo setzt Proton VPN sogar die Bestmarke: Kein anderer getesteter Dienst war schneller beim Download. Beim Umfang der Zusatzfunktionen liegt der Schweizer Anbieter jedoch knapp hinter NordVPN, das hier derzeit noch etwas mehr bietet.

Preistipp: Surfshark

Wer ein günstiges VPN mit starker Ausstattung sucht, sollte Surfshark in die engere Auswahl nehmen. Im Vergleichstest erreicht der Anbieter mit der Note gut (1,7) den dritten Platz. Besonders beim Streaming zeigte Surfshark seine Stärken: Netflix aus verschiedenen Regionen, Prime Video, Disney Plus und internationale TV-Angebote funktionierten im Test reibungslos. Auch für Sportübertragungen aus dem Ausland ist der Dienst eine gute Wahl.

Technisch ist Surfshark solide aufgestellt, mit Servern in 100 Ländern und optionalen Multi-Hop-Verbindungen. Die geprüfte No-Logs-Policy und die unbegrenzte Anzahl gleichzeitig nutzbarer Geräte sind klare Pluspunkte. Im Geschwindigkeitstest ließ der Dienst jedoch Federn und erreichte beim Download nur durchschnittliche Werte. Zudem ist auch hier der Kill-Switch nicht standardmäßig aktiviert.

Surfshark bleibt leicht bedienbar und bietet viele Komfortfunktionen. Die aktuelle Version bringt zudem eine leicht modernisierte Oberfläche mit.
Surfshark bleibt leicht bedienbar und bietet viele Komfortfunktionen. Die aktuelle Version bringt zudem eine leicht modernisierte Oberfläche mit. Foto: Wie ist meine IP

Abgesehen davon bietet Surfshark ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere bei längeren Laufzeiten. Im Zwei-Jahres-Tarif kostet Surfshark Starter inklusive drei Gratis-Monate insgesamt 63,94 Euro und gehört damit zu den günstigsten Angeboten im Test.

Breite Geräteunterstützung: ExpressVPN

ExpressVPN gehört weiterhin zu den verlässlichsten VPN-Anbietern für den täglichen Einsatz und für Streaming-Fans. Im Test meisterte der Dienst sämtliche geprüften Ländersperren souverän. Internationale Streaming-Dienste sowie TV-Livestreams waren ohne nennenswerte Ladezeiten oder Ruckler abrufbar.

Für das hohe Tempo ist vor allem das eigens entwickelte Lightway-Protokoll verantwortlich. Es baut Verbindungen schnell auf und arbeitet dabei effizient mit den Systemressourcen. Zusätzlich unterstützt ExpressVPN inzwischen auch WireGuard und räumt damit einen wichtigen Kritikpunkt früherer Tests aus. Bei der Sicherheit setzt der Anbieter auf einen ab Werk aktivierten Kill-Switch namens Network Lock mit erweiterten Optionen, eigene DNS-Server und zeitgemäße Verschlüsselungsstandards.

ExpressVPN hat die Programmoberfläche grundlegend überarbeitet. Wichtige Funktionen wie die Wahl das VPN-Protokolls sind nur noch einen Mausklick entfernt.
ExpressVPN hat die Programmoberfläche grundlegend überarbeitet. Wichtige Funktionen wie die Wahl das VPN-Protokolls sind nur noch einen Mausklick entfernt. Foto: Wie ist meine IP

Auch bei der Bedienung hat sich etwas getan: Die Desktop-Programme präsentieren sich in überarbeiteter Optik und mit klar strukturierter Oberfläche. Das sorgt für mehr Übersicht im Alltag. Der Dienst steht für nahezu alle gängigen Plattformen bereit, darunter Smart-TVs und Streaming-Sticks. Mit dem hauseigenen VPN-Router Aircove bietet ExpressVPN zudem eine Hardware-Lösung an. Im getesteten Basic-Tarif sind bis zu zehn gleichzeitige Verbindungen möglich, in größeren Abo-Tarifen sogar bis zu 14 Geräte.

Punktabzug gibt es beim Umfang der Zusatzfunktionen. Features wie Multi-Hop-Verbindungen oder eine direkte Tor-Integration sucht man hier vergeblich. ExpressVPN richtet sich damit vor allem an Nutzer, die großen Wert auf Stabilität und einfache Handhabung legen und weniger auf eine breite Palette an Spezialfunktionen.

Für Einsteiger: CyberGhost VPN

CyberGhost richtet sich an alle, die unkompliziert mit einem VPN starten möchten. Server in 100 Ländern sorgen für eine breite Abdeckung, die Bedienung ist übersichtlich und der Kill-Switch arbeitet automatisch im Hintergrund.

Die Download-Geschwindigkeiten bleiben hoch, und dank niedrigem Ping eignet sich der Dienst auch gut für Online-Gaming. Speziell optimierte Server für Streaming und Torrenting erleichtern die Auswahl. Einschränkungen gibt es allerdings bei einzelnen Diensten: Disney Plus sowie bestimmte Inhalte über Joyn bereiteten im Test Probleme. Zudem fällt auf, dass sich der Dienst technisch kaum weiterentwickelt hat. Neue Funktionen waren im aktuellen Test nicht zu finden, Features wie Stealth-Modus oder Multi-Hop fehlen weiterhin.

CyberGhost stellt optimierte Spezial-Server für unterschiedliche Anwendungszwecke bereit, etwa fürs Streaming von Video und Live-TV.
CyberGhost stellt optimierte Spezial-Server für unterschiedliche Anwendungszwecke bereit, etwa fürs Streaming von Video und Live-TV. Foto: Wie ist meine IP

Durch den überschaubaren Funktionsumfang verpasst CyberGhost eine bessere Platzierung, da andere Anbieter hier mehr Innovationsfreude zeigen. Als solider Allrounder für den Einstieg bleibt der Dienst jedoch eine gute Wahl.

Beste Privatsphäre: Mullvad VPN

Mullvad VPN verfolgt ein kompromissloses Konzept, das sich deutlich von den übrigen Testkandidaten abhebt. Der Schwerpunkt liegt klar auf maximalem Datenschutz, selbst wenn das zulasten von Komfort und Vielseitigkeit geht. Eine klassische Anmeldung gibt es nicht: Statt eines Benutzerkontos erhalten Kundinnen und Kunden lediglich eine zufällig generierte Kontonummer.

Der Anbieter setzt ausschließlich auf RAM-only-Server, verzichtet vollständig auf das Speichern von Nutzerdaten und stellt seine Apps als Open Source bereit. Mullvad zählt zudem zu den ersten VPN-Diensten, die eine Post-Quanten-Verschlüsselung anbieten. Zwar sind Angriffe durch leistungsfähige Quantencomputer aktuell noch kein realistisches Szenario, langfristig könnte diese Technik jedoch an Bedeutung gewinnen.

Klare Menüführung ohne Firlefanz: Mullvad VPN fokussiert sich im Alltag auf das Wesentliche. Technisch bietet der Dienst dennoch zahlreiche Funktionen für fortgeschrittene Nutzer.
Klare Menüführung ohne Firlefanz: Mullvad VPN fokussiert sich im Alltag auf das Wesentliche. Technisch bietet der Dienst dennoch zahlreiche Funktionen für fortgeschrittene Nutzer. Foto: Wie ist meine IP

Mit Serverstandorten in 50 Ländern fällt das Netzwerk kleiner aus, überzeugt aber durch Qualität. Streaming ist hingegen nicht die Stärke des Dienstes: In den meisten Geoblocking-Tests blieb der Zugriff auf Inhalte gesperrt. Positiv überraschte lediglich der Zugriff auf ausländisches Netflix.

Ein großer Pluspunkt ist die flexible Nutzung ohne Vertragsbindung. Der Preis liegt bei 5 Euro pro Monat, unabhängig von der Laufzeit. Diese bestimmen Sie selbst, und sogar Barzahlung ist möglich.

Wie sicher sind VPN-Dienste?

In puncto Sicherheit setzen alle geprüften VPN-Anbieter auf bewährte Verschlüsselungsstandards wie AES 256 oder ChaCha20. Beide Verfahren gelten als äußerst robust und sorgen dafür, dass abgefangene Datenpakete für Dritte praktisch nicht lesbar sind. Selbst wenn Angreifer den Datenverkehr mitschneiden, bleiben die Inhalte geschützt.

Unter den gängigen Verbindungsprotokollen hat sich WireGuard inzwischen weitgehend durchgesetzt. Das schlanke und schnelle VPN-Protokoll ist bei nahezu allen Diensten verfügbar und hat sich als moderner Standard etabliert. OpenVPN ist ebenfalls noch an Bord, wird jedoch meist nur als Ausweichoption genutzt. In der Regel lässt es sich bei Bedarf manuell aktivieren.

Einige Anbieter gehen noch einen Schritt weiter und integrieren bereits einen sogenannten Post-Quanten-Schutz. Dahinter stehen Verschlüsselungstechniken, die auch gegenüber künftigen Angriffsszenarien mit leistungsstarken Quantencomputern bestehen sollen. Solche Bedrohungen sind derzeit zwar noch theoretischer Natur, dennoch soll diese Technik verhindern, dass heute mitgeschnittene Daten in Zukunft entschlüsselt werden können.

Mullvad VPN setzt auf mehrere Tarnmechanismen, die gängige VPN-Erkennungsmuster umgehen sollen. Dazu zählt auch DAITA, eine Technik, die gezielt zusätzliches Netzwerkrauschen erzeugt, um den Datenverkehr unauffällig zu machen.
Mullvad VPN setzt auf mehrere Tarnmechanismen, die gängige VPN-Erkennungsmuster umgehen sollen. Dazu zählt auch DAITA, eine Technik, die gezielt zusätzliches Netzwerkrauschen erzeugt, um den Datenverkehr unauffällig zu machen. Foto: Wie ist meine IP

Zusätzliche Sicherheit bieten bei manchen Diensten Multi-Hop-Verbindungen. Dabei wird der Datenverkehr nicht nur über einen einzelnen VPN-Server geleitet, sondern über zwei oder mehr Stationen. Das erhöht die Anonymität, da die Rückverfolgung deutlich erschwert wird. Allerdings kann diese Methode zulasten der Geschwindigkeit gehen. Für besonders sensible Einsätze kann sie dennoch sinnvoll sein.

Ebenfalls auf dem Vormarsch sind sogenannte Stealth-Funktionen. Sie verschleiern nicht nur die übertragenen Inhalte, sondern tarnen auch die Nutzung eines VPN-Dienstes selbst. Gerade in Ländern mit starker Internetzensur kann das entscheidend sein. Ein Kill-Switch gehört inzwischen bei allen getesteten Anbietern zur Grundausstattung. Er kappt bei Verbindungsabbrüchen automatisch die Internetverbindung, auch wenn er nicht immer standardmäßig aktiviert ist.

Wie vertrauenswürdig sind die Anbieter?

Ein VPN soll die Privatsphäre stärken und nicht selbst zum Risiko werden. Umso wichtiger ist eine konsequente No-Logs-Policy. Sie stellt sicher, dass keine Aktivitäten der Nutzer protokolliert oder gespeichert werden. Mehrere Anbieter lassen diese Zusagen regelmäßig durch unabhängige Prüfstellen kontrollieren, um Transparenz zu schaffen.

Zunehmend verbreitet sind zudem sogenannte RAM-only-Server. Diese Server verzichten vollständig auf klassische Festplatten und speichern Daten ausschließlich im flüchtigen Arbeitsspeicher. Wird ein Server neu gestartet, gehen sämtliche Informationen automatisch verloren. Dauerhafte Datenspuren können so gar nicht erst entstehen.

Nicht zuletzt ist auch der Unternehmenssitz ein relevanter Faktor. Je nach Land unterscheiden sich die gesetzlichen Vorgaben zur Datenspeicherung und zur möglichen Herausgabe von Nutzerdaten erheblich. Anbieter mit Firmensitz in datenschutzfreundlichen Staaten profitieren hier von klaren Vorteilen.

Eine große Server-Armada zu betreiben ist das eine, aber genauso wichtig ist die Zahl der Länder, in denen der VPN-Anbieter (hier Proton VPN) weltweit vertreten ist.
Eine große Server-Armada zu betreiben ist das eine, aber genauso wichtig ist die Zahl der Länder, in denen der VPN-Anbieter (hier Proton VPN) weltweit vertreten ist. Foto: Wie ist meine IP

Serverabdeckung: Wo sind die Anbieter breit aufgestellt?

Eine hohe Serveranzahl allein sagt noch wenig aus. Entscheidend ist, in wie vielen Ländern ein Dienst vertreten ist. Je größer die geografische Streuung, desto flexibler können Sie auf Inhalte aus unterschiedlichen Regionen zugreifen. Mit Ausnahme von Mullvad verfügen alle getesteten VPN-Dienste über ein sehr dichtes und international breit gefächertes Servernetz.

Geschwindigkeit: Wer liefert das höchste Tempo?

Ein VPN sollte das Internetsurfen möglichst nicht ausbremsen. Deshalb haben wir Download- und Upload-Raten sowie die Latenz über 24 Stunden hinweg gemessen. Das Ergebnis: Die meisten Anbieter lieferten konstant solide Werte. Besonders positiv fielen Proton VPN, NordVPN und CyberGhost auf, die in allen Disziplinen stabil performten. Surfshark zeigte hingegen leichte Schwächen bei den Download-Geschwindigkeiten.

Streaming: Welche VPNs sind hier die beste Wahl?

Wer Streaming-Angebote aus dem Ausland nutzen möchte, ist auf eine zuverlässige Umgehung von Geoblocking angewiesen. Im Test überzeugten NordVPN, Proton VPN, Surfshark und ExpressVPN mit stabilem Zugriff auf internationale Netflix-Mediatheken sowie auf den US-Katalog von HBO Max und Disney Plus. Auch diverse internationale TV-Livestreams ließen sich mit diesen Diensten abrufen. CyberGhost ist ebenfalls streamingtauglich, zeigte jedoch kleinere Einschränkungen bei Disney Plus. Mullvad VPN setzt seinen Fokus klar auf Datenschutz und schneidet beim Freischalten von Streaming-Inhalten deutlich schwächer ab.

Wie zuverlässig Streaming mit einem VPN funktioniert, haben wir mit verschiedenen Plattformen getestet. Im Bild zu sehen: der Zugriff auf den US-Katalog von Netflix mit Surfshark.
Wie zuverlässig Streaming mit einem VPN funktioniert, haben wir mit verschiedenen Plattformen getestet. Im Bild zu sehen: der Zugriff auf den US-Katalog von Netflix mit Surfshark. Foto: Wie ist meine IP

Wichtig: Unsere Ergebnisse stellen Momentaufnahmen dar. Streaming-Anbieter passen ihre technischen Schutzmaßnahmen regelmäßig an. Prime Video haben wir nicht mehr berücksichtigt, da viele Inhalte inzwischen stärker an regionale Benutzerkonten und hinterlegte Zahlungsmethoden gekoppelt sind. Eine reine VPN-Verbindung reicht hier häufig nicht mehr aus, um auf ausländische Inhalte zuzugreifen.

Wie benutzerfreundlich sind die Apps?

Ein VPN sollte sich auch ohne Vorkenntnisse komfortabel bedienen lassen. Die meisten Anbieter setzen auf klar strukturierte Anwendungen mit verständlicher Menüführung. Proton VPN überzeugte im Test besonders mit einer intuitiven Oberfläche und hilfreichen Erläuterungen für Einsteiger. ExpressVPN hat seine Software weiter optimiert und bietet in der aktuellen Version einen spürbar verbesserten Bedienkomfort. Mullvad legt den Schwerpunkt stärker auf Funktionalität als auf Bequemlichkeit. So fehlt etwa eine automatische Auswahl des jeweils schnellsten Servers.

Mit Proton VPN lassen sich individuelle Verbindungsprofile anlegen, zum Beispiel speziell für US-Streaming oder für berufliche Zwecke.
Mit Proton VPN lassen sich individuelle Verbindungsprofile anlegen, zum Beispiel speziell für US-Streaming oder für berufliche Zwecke. Foto: Wie ist meine IP

Zusatzfunktionen: Sinnvoll oder nur Marketing?

Viele VPN-Dienste integrieren Extras wie Werbeblocker, Tracking-Schutz oder Split-Tunneling bereits in ihren Basistarifen. NordVPN hebt sich mit Meshnet ab. Mit dieser Funktion lassen sich mehrere Geräte über das Internet zu einem privaten Netzwerk verknüpfen, selbst über große Distanzen hinweg. CyberGhost und Mullvad VPN bieten im Vergleich weniger Zusatzfunktionen. Wer ein umfangreicheres Paket wünscht, muss bei einigen Anbietern auf höhere Tarifstufen ausweichen.

Allerdings gilt: Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch ein besseres VPN. Überlegen Sie vor dem Kauf genau, welche Features Sie tatsächlich benötigen. Wenn Sie primär eine sichere Verbindung wünschen, sind günstige Einsteiger-Tarife oft die sinnvollere Wahl.

Mit Meshnet führt NordVPN eine spannende Innovation ein. Damit richten Sie verschlüsselte Direktverbindungen zwischen zwei oder mehreren Geräten ein, ganz ohne den Umweg über einen klassischen VPN-Server des Anbieters.
Mit Meshnet führt NordVPN eine spannende Innovation ein. Damit richten Sie verschlüsselte Direktverbindungen zwischen zwei oder mehreren Geräten ein, ganz ohne den Umweg über einen klassischen VPN-Server des Anbieters. Foto: Wie ist meine IP

Was kosten VPN-Dienste?

VPN-Anbieter setzen in der Regel auf Abonnements. Wer sich für eine längere Laufzeit entscheidet, profitiert meist von deutlich niedrigeren Monatskosten. In vielen Fällen liegen diese dann zwischen 2 und 5 Euro pro Monat. Flexible, monatlich kündbare Tarife schlagen dagegen häufig mit mehr als 10 Euro zu Buche.

Wichtig ist ein Blick ins Kleingedruckte: Manche Dienste werben mit attraktiven Einstiegspreisen, erhöhen die Gebühren jedoch ab dem zweiten oder dritten Vertragsjahr spürbar. Eine Ausnahme bildet Mullvad. Der Anbieter setzt auf ein Prepaid-Modell, bei dem Sie die Laufzeit frei wählen. Der Preis bleibt konstant bei 5 Euro pro Monat, ganz ohne langfristige Bindung.

Wie funktioniert ein VPN?

Ein VPN lässt sich am besten als geschützter Umweg für Ihre Daten verstehen. Bevor Ihre Anfrage eine Website erreicht, wird sie zunächst an einen VPN-Server weitergeleitet. Dort erfolgen die Verschlüsselung und Maskierung, anschließend wird die Anfrage an das eigentliche Ziel übermittelt. Die Antwort gelangt ebenfalls verschlüsselt zurück. So entsteht ein sicherer Tunnel, in dem Dritte nicht mitlesen können.

Gleichzeitig ersetzt der Dienst Ihre echte IP-Adresse durch die IP des VPN-Servers. Die IP-Adresse fungiert wie eine digitale Kennung, über die sich Ihr ungefährer Standort ermitteln und Ihr Surfverhalten nachvollziehen lässt. Durch den Wechsel dieser Adresse wird Ihre Identität besser geschützt und Ihre Online-Spuren verschleiert.

Macht Sie ein VPN wirklich anonym?

Ein VPN erhöht die Privatsphäre deutlich, sorgt aber nicht für vollständige Anonymität. Sobald Sie sich bei einem Dienst mit Benutzername und Passwort anmelden, sind Sie eindeutig identifizierbar. Auch Cookies, die Websites auf Ihrem Gerät speichern, können Sie wiedererkennbar machen.

Darüber hinaus kommen beim Internetsurfen moderne Tracking-Verfahren wie Browser-Fingerprinting zum Einsatz. Dabei werden Informationen zu Ihrem Gerät, Ihrem Browser oder Ihrer Bildschirmauflösung kombiniert, um ein individuelles Profil zu erstellen. Wer seine Datenspur weiter minimieren möchte, sollte zusätzlich auf datenschutzorientierte Browser wie Brave, den Tor-Browser oder Mullvad-Browser setzen. Auch Suchmaschinen wie DuckDuckGo helfen, weniger persönliche Daten preiszugeben.

Auf Smartphones gilt besondere Vorsicht: Viele Apps greifen auf Standortinformationen wie GPS-Daten zu. Diese werden durch ein VPN nicht verschleiert. Erteilen Sie Standortfreigaben daher nur, wenn sie zwingend erforderlich sind.

VPN-Anbieter-Test: Fazit

Unser VPN-Vergleich zeigt: Kein getesteter Dienst ist frei von Schwächen. Zwar verbessern alle Kandidaten die Sicherheit beim Surfen, doch bei Leistung, Funktionsumfang und Bedienkomfort bestehen teils deutliche Unterschiede.

NordVPN bietet das insgesamt stimmigste Gesamtpaket. Der Anbieter punktet mit hoher Sicherheitsausstattung, starker Performance, sehr guter Streaming-Eignung und vielen Zusatzfunktionen. Kleinere Kritikpunkte wie ein nicht standardmäßig aktivierter Kill-Switch oder englischsprachige Ländernamen fallen kaum ins Gewicht. Proton VPN überzeugt durch hohe Geschwindigkeit und Transparenz, bietet jedoch etwas weniger Funktionen als der Testsieger.

Surfshark richtet sich vor allem an preisbewusste Nutzer und überzeugt mit zahlreichen Features sowie einem unbegrenzten Geräte-Limit. Bei der Geschwindigkeit zeigt der Dienst jedoch Schwächen. ExpressVPN arbeitet technisch sehr zuverlässig und ist auf vielen Plattformen komfortabel nutzbar, bietet allerdings weniger Zusatzfunktionen. CyberGhost eignet sich gut für Einsteiger, entwickelt sich aber langsamer weiter. Mullvad VPN stellt den Datenschutz kompromisslos in den Mittelpunkt, verzichtet dafür jedoch auf Komfortfunktionen und starke Streaming-Leistung.

Unterm Strich gilt: Das perfekte VPN existiert nicht. Entscheidend ist, welche Anforderungen für Sie im Vordergrund stehen und bei welchen Punkten Sie bereit sind, Abstriche zu machen.

Häufig gestellte Fragen zu VPN’s

In unserem VPN-Test belegte NordVPN den ersten Platz. Der Anbieter punktete mit hoher Sicherheitsausstattung, starkem Tempo, sehr guter Streaming-Performance und vielen Extras. Besonders überzeugend: Sämtliche Geoblocking-Prüfungen absolvierte der Dienst ohne Fehler. Hinzu kommen Zusatzfunktionen wie Double Hop, Dark-Web-Monitoring und Meshnet.
Gratis-VPNs gehen meist mit spürbaren Einschränkungen einher. Häufig sind Datenvolumen und Geschwindigkeit begrenzt, die Serverauswahl ist klein und beim Datenschutz gibt es teils Fragezeichen. Für die gelegentliche Nutzung kann ein kostenloser Tarif wie jener von Proton VPN ausreichen. Wer jedoch regelmäßig streamt oder besonderen Wert auf Sicherheit legt, ist mit einem kostenpflichtigen Anbieter in der Regel besser beraten.
Ja, ein VPN kann das Tempo etwas reduzieren, da der Datenverkehr über einen zusätzlichen Server umgeleitet wird. Wie deutlich sich das bemerkbar macht, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. In unserem Test lieferten Proton VPN, NordVPN und CyberGhost besonders hohe Geschwindigkeiten. Surfshark zeigte dagegen leichte Abstriche beim Download-Tempo.
Ein VPN gilt als sicher, wenn es auf starke Verschlüsselung wie AES 256 oder ChaCha20 setzt, moderne Protokolle wie WireGuard oder OpenVPN unterstützt und einen Kill-Switch integriert hat. Letzterer kappt im Fall eines Verbindungsabbruchs automatisch die Internetverbindung, damit keine Daten ungeschützt übertragen werden.
Zusätzlich schaffen extern geprüfte No-Logs-Richtlinien Vertrauen. Ebenfalls positiv sind sogenannte RAM-only-Server, die Informationen ausschließlich im flüchtigen Arbeitsspeicher verarbeiten und keine Daten dauerhaft speichern können.
Ein Kill-Switch ist eine Schutzfunktion, die Ihre Internetverbindung sofort kappt, wenn das VPN unerwartet die Verbindung verliert. So wird verhindert, dass Ihre echte IP-Adresse oder unverschlüsselte Daten kurzfristig sichtbar werden. Einige Anbieter schalten den Kill-Switch standardmäßig ein, bei anderen – etwa Surfshark oder Proton VPN – muss er zunächst manuell aktiviert werden.
Mit Split-Tunneling legen Sie fest, welche Anwendungen oder Websites über das VPN geleitet werden und welche direkt über Ihre normale Internetverbindung laufen. So können Sie etwa Streaming-Dienste über das VPN nutzen, während Online-Banking oder lokale Angebote ohne Umweg funktionieren. Das erhöht die Flexibilität und kann Bandbreite sparen. Viele Premium-VPNs unterstützen Split-Tunneling, allerdings nicht auf jeder Plattform.
RAM-only-Server, auch als Diskless Server bezeichnet, speichern Informationen ausschließlich im flüchtigen Arbeitsspeicher statt auf klassischen Festplatten. Da der Inhalt des RAM bei jedem Neustart automatisch gelöscht wird, können keine dauerhaften Protokolle oder Nutzerspuren zurückbleiben. Anbieter wie NordVPN, Surfshark oder Mullvad setzen auf solche Infrastrukturen, um ein möglichst hohes Maß an Datensicherheit zu erreichen.
Ja, mit einem VPN sehen Websites nicht Ihre echte IP-Adresse, sondern die des gewählten Servers. Dadurch können Sie sich virtuell in ein anderes Land versetzen. Allerdings identifizieren manche Streaming-Dienste VPN-Verbindungen und sperren diese. Wie gut das Umgehen solcher Sperren funktioniert, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab.
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