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Günstiges VPN mit vielen Extras

Surfshark: So sicher und schnell ist der VPN-Dienst wirklich

Ist Surfshark günstig und gut? Wir haben den VPN-Dienst untetr die Lupe genommen.
Ist Surfshark günstig und gut? Wir haben den VPN-Dienst untetr die Lupe genommen. Foto: Surfshark, iStock.com/sasha85ru
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7. April 2026, 15:55 | Lesezeit: 10 Minuten

Surfshark positioniert sich als preiswerter VPN-Dienst, der dennoch mit ausgefeilten Tarnmechanismen punkten möchte. Wie gut der Anbieter beim anonymen Surfen, beim Streamen und beim Speed abschneidet, zeigt unser Test.

Im dicht besetzten Markt der VPN-Anbieter fällt Surfshark zunächst durch seine attraktiven Preise auf. Doch genügt das, um sich weiterhin einen Platz unter den besten Diensten zu sichern? In früheren Tests erreichte der Anbieter regelmäßig Spitzenpositionen. Ob Surfshark auch aktuell die nötige Leistung für unseren großen VPN-Test liefert, klärt dieser Bericht.

Keine Kompromisse bei der Sicherheit: Surfshark bringt starke VPN-Protokolle wie WireGuard und OpenVPN mit.
Keine Kompromisse bei der Sicherheit: Surfshark bringt starke VPN-Protokolle wie WireGuard und OpenVPN mit. Foto: Wie ist meine IP

Surfshark: Wie sicher ist der VPN-Dienst?

Im Test kam das günstigste Paket Surfshark Starter zum Einsatz, das bereits sämtliche zentralen VPN-Funktionen umfasst. In puncto Sicherheit präsentiert sich der Anbieter ordentlich aufgestellt. Unterstützt werden die etablierten und sicheren VPN-Protokolle OpenVPN (TCP und UDP), WireGuard sowie IKEv2 für mobile Endgeräte. Letzteres wurde von Surfshark erweitert und bietet nun zusätzlich einen Post-Quanten-Schutz, der auf zukünftige Angriffe durch leistungsstarke Quantencomputer vorbereitet sein soll.

Die Datenübertragung erfolgt je nach Protokoll mit AES-256- oder ChaCha20-Verschlüsselung. Unter macOS steht OpenVPN ausschließlich über die App aus dem Apple App Store zur Verfügung, während WireGuard plattformübergreifend nutzbar ist.

Wer kein Risiko eingehen will, kann auch die "starke" Variante des Kill-Switch aktivieren.
Wer kein Risiko eingehen will, kann auch die „starke“ Variante des Kill-Switch aktivieren. Foto: Wie ist meine IP

Kill-Switch: Zwei Modi, manuelle Aktivierung

Auch eine Notfallabsicherung fehlt nicht. Reißt die VPN-Verbindung ab, unterbricht der Kill-Switch automatisch die Internetverbindung, um ungeschützte Datenübertragungen zu verhindern. Ab Werk ist diese Funktion deaktiviert und muss bei Bedarf manuell eingeschaltet werden.

Surfshark unterscheidet zwischen zwei Varianten: Der sogenannte schwache Kill-Switch greift nur bei unerwarteten Verbindungsabbrüchen und reicht für die meisten Anwender aus. Der starke Kill-Switch sperrt den gesamten Internetverkehr, sobald das VPN nicht aktiv ist. Das erhöht die Sicherheit deutlich, schränkt den Komfort aber ein, da ein Internetzugang nur mit laufendem VPN möglich ist.

Server-Netzwerk und DNS

Das Servernetz hat Surfshark weiter ausgebaut und betreibt inzwischen rund 4.500 Server in 100 Ländern. Darunter befinden sich auch virtuelle Standorte, bei denen die IP-Adresse dem gewählten Land entspricht, der Server selbst jedoch physisch an einem anderen Ort steht. Sicherheitsnachteile ergeben sich daraus nicht.

Zusätzlich gibt es optionale statische IP-Adressen, die von mehreren Nutzerinnen und Nutzern gemeinsam verwendet werden. Eigene DNS-Server senken zudem das Risiko von DNS-Leaks.

Mit Multi Hop sichern Sie Ihre Internetverbindung doppelt ab, indem die Route ins Netz über zwei VPN-Server läuft. Es lassen sich auch individuelle VPN-Routen erstellen.
Mit Multi Hop sichern Sie Ihre Internetverbindung doppelt ab, indem die Route ins Netz über zwei VPN-Server läuft. Es lassen sich auch individuelle VPN-Routen erstellen. Foto: Wie ist meine IP

Multi-Hop und No-Borders-Modus

Wer besonderen Wert auf Anonymität legt, kann bei Surfshark sogenannte Multi-Hop-Verbindungen nutzen, bei denen der Datenverkehr über zwei Länder geleitet wird. Insgesamt stehen 13 vorkonfigurierte Routen bereit, eigene Kombinationen lassen sich ebenfalls erstellen. Selbst wenn ein Server kompromittiert wird, bleibt die echte IP-Adresse verborgen. Der Preis dafür ist allerdings ein spürbarer Geschwindigkeitsverlust.

In Ländern mit starker Internetzensur, etwa China, kommt der No-Borders-Modus zum Einsatz. Er tarnt den VPN-Datenverkehr so, dass er kaum von normalem Internetverkehr zu unterscheiden ist. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und schaltet sich automatisch ein, wenn sie benötigt wird.

Mit der Split-Tunneling-Funktion, die bei Surfshark "Bypasser" heißt, lässt sich wahlweise einstellen, ob und welche Apps oder Websites vom VPN geschützt werden.
Mit der Split-Tunneling-Funktion, die bei Surfshark „Bypasser“ heißt, lässt sich wahlweise einstellen, ob und welche Apps oder Websites vom VPN geschützt werden. Foto: Wie ist meine IP

Split-Tunneling und CleanWeb

Split-Tunneling gehört inzwischen zum Standardrepertoire vieler VPNs und ist bei Surfshark unter dem Namen Bypasser zu finden. Damit bestimmen Nutzerinnen und Nutzer gezielt, welche Apps oder Websites das VPN umgehen dürfen. So lässt sich der VPN-Tunnel flexibel einsetzen.

CleanWeb blockiert Werbung, Tracker und Schadsoftware direkt auf Netzwerkebene. Ergänzend bietet Surfshark eine rotierende IP-Adresse, die sich automatisch alle fünf Minuten ändert. Das erschwert das Tracking, funktioniert jedoch nur auf normalen Servern.

Torrenting erlaubt, ohne Port-Weiterleitung

Torrenting ist auf sämtlichen Surfshark-Servern erlaubt und wird über den VPN-Tunnel verschleiert. Spezielle P2P-Server oder eine Port-Weiterleitung stellt der Anbieter allerdings nicht bereit. Surfshark weist darauf hin, dass auch bei Nutzung eines VPNs illegale Aktivitäten strafbar bleiben.

Datenschutz und Transparenz des Anbieters

In der Datenschutzerklärung erläutert Surfshark detailliert, welche Informationen erfasst werden und welche nicht. Nach Angaben des Anbieters werden keine Daten gespeichert, die eine Zuordnung zu einzelnen Nutzerinnen oder Nutzern erlauben. Weder Browserverlauf noch IP-Adressen, Datenvolumen oder Verbindungszeiten werden protokolliert. Lediglich ein Zeitstempel für den Login wird für maximal 15 Minuten gespeichert, um laufende Sitzungen zu verwalten. Dieses Verfahren ist in der Branche üblich und vergleichbar mit dem Vorgehen von Anbietern wie Proton VPN. Die Aussagen zur Datennutzung wurden zuletzt im Juni 2025 vom Cunsulting-Unternehmen Deloitte überprüft.

Alle Server arbeiten zudem nach dem RAM-only-Prinzip. Das bedeutet, dass keine Daten dauerhaft gespeichert werden und sämtliche Informationen bei jedem Neustart automatisch gelöscht sind.

Test der Geschwindigkeit

Das Verbindungstempo ist eines der zentralen Bewertungskriterien für einen VPN-Dienst. Durch die Verschlüsselung kommt es zwangsläufig zu gewissen Einbußen. Wir haben Surfshark daher in einem 24-stündigen Stresstest geprüft und dabei Download- und Upload-Raten sowie die Ping-Zeiten auf deutschen Servern gemessen.

Im Durchschnitt sank die Download-Geschwindigkeit um 7,4 Prozent. Das fällt deutlich schlechter aus als im vorherigen Test und reicht nach unserem Bewertungsschema nur für ein befriedigendes Ergebnis. Beim Upload zeigte sich Surfshark mit einem Verlust von 5,9 Prozent stärker und lag damit auf Augenhöhe mit vielen Wettbewerbern. Die gemessene durchschnittliche Latenz von 22,9 Millisekunden ist unkritisch und eignet sich problemlos für Videokonferenzen, Streaming und Online-Gaming.

Was läuft eigentlich bei Netflix... in den USA? Die Entsperrfähigkeiten von Surfshark öffneten uns die Türen zu allen getesteten Streaming-Regionen von Netflix und weiteren Streamern.
Was läuft eigentlich bei Netflix… in den USA? Die Entsperrfähigkeiten von Surfshark öffneten uns die Türen zu allen getesteten Streaming-Regionen von Netflix und weiteren Streamern. Foto: Wie ist meine IP

Funktioniert Streaming mit Surfshark?

Viele Internetnutzer greifen zu einem VPN, um Geosperren bei Streaming-Diensten zu umgehen. Wie zuverlässig Surfshark dabei arbeitet, haben wir stichprobenartig unter Windows mit dem Chrome-Browser überprüft. Wichtig zu wissen: Solche Tests zeigen nur den aktuellen Stand. Streaming-Anbieter können ihre Schutzmechanismen jederzeit ändern und VPN-Zugriffe blockieren.

Im Streaming-Test zeigte Surfshark eine sehr starke Leistung. Sämtliche geprüften Netflix-Regionen, darunter die USA, Großbritannien, Kanada, Japan und Deutschland, ließen sich ohne Schwierigkeiten freischalten. Die Wiedergabe lief stabil und in hoher Qualität. Auch die US-Mediatheken von HBO Max und Disney Plus waren im Test problemlos erreichbar.

Ebenso gut funktionierte der Zugriff auf deutsche Mediatheken aus dem Ausland. Gleiches gilt für Livestreams und Inhalte von ORF, ServusTV Österreich, SRF, BBC iPlayer sowie Rai Play.

Stark ist Surfshark auch beim Entsperren ausländische Free-TV-Livestreams, die hierzulande nicht empfangbar sind, etwa vom österreichischen TV-Sender ServusTV.
Stark ist Surfshark auch beim Entsperren ausländische Free-TV-Livestreams, die hierzulande nicht empfangbar sind, etwa vom österreichischen TV-Sender ServusTV. Foto: Wie ist meine IP

SmartDNS für Geräte ohne VPN

Für Geräte ohne native VPN-Unterstützung, etwa Smart-TVs oder Spielkonsolen, stellt Surfshark eine SmartDNS-Funktion bereit. Diese simuliert einen Standort in den USA und ist ausschließlich für Streaming gedacht. Die eigene IP-Adresse bleibt dabei sichtbar, andere Länder werden über SmartDNS nicht unterstützt.

Bedienung und Einrichtung

Die Apps von Surfshark präsentieren sich übersichtlich und funktional. Nutzerinnen und Nutzer stellen die Verbindung entweder über den automatisch ausgewählten schnellsten Server her oder wählen ein gewünschtes Land manuell aus der Liste. Häufig genutzte Standorte lassen sich mit einem Klick als Favoriten speichern. Kurze Einblendungen mit Tool-Tipps erleichtern den Einstieg.

Die Nutzeroberfläche von Surfshark gibt keine Rätsel auf. Wichtige Funktionen lassen sich schnell erreichen und Statusinformationen direkt ablesen.
Die Nutzeroberfläche von Surfshark gibt keine Rätsel auf. Wichtige Funktionen lassen sich schnell erreichen und Statusinformationen direkt ablesen. Foto: Wie ist meine IP

Alle Serverstandorte sind schnell über Suche oder Länderliste auffindbar. Länder mit Umlauten sind korrekt einsortiert, was bei VPN-Diensten nicht immer selbstverständlich ist. Nach dem Verbindungsaufbau zeigt die App klar strukturiert die Dauer der Verbindung, das verwendete Protokoll und die aktuelle IP-Adresse an. Der Kill-Switch lässt sich direkt aktivieren, ebenso eine praktische Pausenfunktion.

Auch die Nutzung auf FritzBox-Routern ist möglich. Surfshark lässt sich dort per WireGuard einrichten, passende Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden sich im Nutzerkonto unter den Menüpunkten VPN, Manuelle Einrichtung und Router.

Mit "Alternative ID" erstellen Sie ein Fake-Profil samt Wegwerf-E-Mail-Adresse und führen Datenschnüffler in die Irre.
Mit „Alternative ID“ erstellen Sie ein Fake-Profil samt Wegwerf-E-Mail-Adresse und führen Datenschnüffler in die Irre. Foto: Wie ist meine IP

Alternative ID: Digitale Fake-Identität

Mit Alternative ID hat Surfshark eine Funktion im Angebot, die nicht bei jedem VPN-Anbieter zu finden ist. Dabei erstellt der Dienst eine digitale Scheinidentität inklusive Wegwerf-E-Mail-Adresse. Eingehende Nachrichten werden an die echte Adresse weitergeleitet, während Datenhändler nur die Fake-Daten erhalten. Gegen Aufpreis lässt sich das Angebot um eine virtuelle Telefonnummer erweitern, die Surfshark als Alternative Number bezeichnet.

Was kostet Surfshark? Preise und Abos

Preislich ist Surfshark vor allem bei längeren Laufzeiten attraktiv. Das beste Verhältnis aus Kosten und Leistung bietet der Tarif Surfshark Starter. Auf der Website nennt der Anbieter zunächst Nettopreise, die Mehrwertsteuer wird erst im Bestellprozess hinzugerechnet. Als Zahlungsmittel stehen Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung sowie Kryptowährungen zur Verfügung.

Alle Preise in der Übersicht

Surfshark Starter:

  • 1 Monat für 18,39 Euro
  • 1 Jahr für 56,94 Euro (3,80 Euro/Monat)
  • 2 Jahre für 63,94 Euro (2,37 Euro/Monat)

Surfshark One:

  • 1 Monat für 21,36 Euro
  • 1 Jahr für 60,51 Euro (4,03 Euro/Monat)
  • 2 Jahre für 73,58 Euro (2,73 Euro/Monat)

Surfshark One Plus:

  • 1 Monat für 24,81 Euro
  • 1 Jahr für 112,28 Euro (7,49 Euro/Monat)
  • 2 Jahre für 134,62 Euro (4,99 Euro/Monat)

Hinweis: Alle Preise inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Bei den 1-Jahres- und 2-Jahres-Tarifen gibt es im ersten Vertragszeitraum drei zusätzliche Monate gratis. Das haben wir in den monatlichen Durchschnittskosten berücksichtigt.

Dem Surfshark-VPN lassen sich weitere Sicherheitsfunktionen hinzufügen, etwa ein Virenschutz. Voraussetzung dafür ist aber der passende Abo-Tarif.
Dem Surfshark-VPN lassen sich weitere Sicherheitsfunktionen hinzufügen, etwa ein Virenschutz. Voraussetzung dafür ist aber der passende Abo-Tarif. Foto: Wie ist meine IP

Weitere Extras mit Surfshark One und One+

Mit Zusatzpaketen wie Surfshark One erweitert der Anbieter den Funktionsumfang um Extras wie Warnungen bei Datenlecks, eine private Suchmaschine sowie einen Virenschutz auf Basis von Avira. Dieser erhielt im Juni 2024 eine Auszeichnung als Top-Produkt. Neu ist außerdem ein Webinhalte-Blocker, der unter anderem Porno- und Glücksspielseiten sperrt. Das Premium-Paket One+ enthält zusätzlich den Datenlöschdienst Incogni. Diese Zusatzfunktionen waren nicht Bestandteil des Tests und gingen nicht in die Bewertung ein.

Surfshark kostenlos testen

Eine dauerhaft kostenlose Version bietet Surfshark nicht an. Dafür gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie sowie einen siebentägigen Gratis-Test. In beiden Fällen ist eine fristgerechte Kündigung erforderlich.

Surfshark VPN im Test: Fazit

Surfshark macht im Test deutlich, dass ein leistungsfähiger VPN-Dienst nicht zwingend teuer sein muss. Das durchdachte Konzept zum Schutz der Privatsphäre, kombiniert mit zahlreichen sinnvoll umgesetzten Tarnfunktionen, hinterlässt einen überzeugenden Eindruck. Auch das Datenschutzversprechen erscheint insgesamt nachvollziehbar und glaubwürdig. Besonders stark präsentiert sich Surfshark beim Entsperren von geoblockierten Streaming-Inhalten. Abzüge gibt es für den Kill-Switch, der nicht standardmäßig aktiviert ist, sowie für die im Vergleich etwas schwächere Geschwindigkeit. Angesichts der sehr attraktiven Preise fallen diese Kritikpunkte jedoch kaum ins Gewicht – Surfshark empfiehlt sich damit klar als Preistipp.

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