18. Mai 2026, 15:58 | Lesezeit: 3 Minuten
Ein schneller Internetanschluss allein reicht nicht: Auch der Browser entscheidet, wie flott Webseiten laden und reagieren. Im großen Vergleich zeigen 27 Programme, wer wirklich Tempo macht – und welche Kandidaten überraschend zurückfallen.
Wie schnell Sie im Internet unterwegs sind, hängt nicht nur von der gebuchten Leitung ab, sondern von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Entscheidend ist die Anbindung Ihres Internetanbieters, also wie schnell Daten überhaupt zu Ihnen gelangen. Darauf haben Sie als Nutzer keinen direkten Einfluss. Umso wichtiger sind die Dinge, die Sie selbst steuern können: Ihr Tarif und vor allem der eingesetzte Browser. Beide können das Surftempo spürbar verbessern – oder eben ausbremsen.
Hier gibt es aktuell zwei große Lager: Die meisten modernen Browser setzen auf die Blink-Engine (Chromium-Basis), während Firefox mit der Gecko-Engine arbeitet. Auch bei der Verarbeitung von JavaScript, also vielen interaktiven Webinhalten, gibt es Unterschiede: Chromium-Browser nutzen die leistungsstarke V8-Engine, Firefox setzt auf SpiderMonkey. Diese technischen Grundlagen haben direkten Einfluss darauf, wie flüssig sich Webseiten bedienen lassen.
Großer Browser-Test mit Überraschungs-Sieger
In einem umfangreichen Vergleich unter Windows 11 haben die Experten von COMPUTER BILD insgesamt 27 Browser in acht verschiedenen Benchmarks getestet. Dabei handelt es sich um spezialisierte Webtests, die typische Aufgaben wie das Rendern von Webseiten oder das Ausführen von Skripten simulieren. Um möglichst verlässliche Ergebnisse zu erhalten, wurde jeder Test mehrfach durchgeführt und anschließend ein Durchschnittswert gebildet.
Das Ergebnis: Der Brave Browser setzte sich als schnellster Browser an die Spitze. Dahinter folgen mit etwas Abstand Google Chrome und Microsoft Edge, die ebenfalls eine sehr starke Performance zeigen. Überraschend schwach schnitt hingegen Mozilla Firefox ab, der im hinteren Bereich des Rankings landete (Platz 19).
Neben den bekannten Namen wurden auch weniger verbreitete Browser wie Opera, Vivaldi, Arc oder DuckDuckGo berücksichtigt, um ein möglichst vollständiges Bild zu liefern. Das ist die Top 10 aus dem Test:
Platz 1: Brave (106 Test-Punkte) / Testsieger
Platz 2: Google Chrome (95 Test-Punkte)
Platz 3: Microsoft Edge (82 Test-Punkte)
Platz 4: Vivaldi (69 Test-Punkte)
Platz 5: DuckDuckGo (62 Test-Punkte)
Platz 6: Arc Browser (53 Test-Punkte)
Platz 7: Slimjet Browser (49 Test-Punkte)
Platz 8: Yandex Browser (48 Test-Punkte)
Platz 9: Thorium Browser (45 Test-Punkte)
Platz 10: Naver Whale Browser (44 Test-Punkte)
Den vollständigen Test samt aller Testergebnisse lesen Sie bei den Kollegen von COMPUTER BILD.